Im Sommer verlagert sich das Leben nach draußen. Gärten und Terrassen werden zum Treffpunkt für Familie und Freunde. Doch die intensivere Nutzung der Außenbereiche zieht oft ungebetene Gäste an: Insekten und kleine Nagetiere.
Obwohl Ratten und Mäuse im Herbst und Winter öfter die Nähe warmer Häuser suchen, sind sie auch in den wärmeren Monaten äußerst aktiv. Besonders dann, wenn im Freien gegessen wird und Nahrungsquellen leicht zugänglich sind.
Nahrungsquellen und Verstecke eliminieren
Ratten suchen gezielt nach Nahrung, Wasser und Unterschlupf. Offene Mülltonnen, Komposthaufen, heruntergefallenes Obst oder im Freien gelassenes Tierfutter wirken wie ein Magnet auf die Tiere. Dichte Vegetation, gestapeltes Holz und Schuppen bieten ihnen den perfekten Rückzugsort.
Das Schädlingsbekämpfungsunternehmen Plagiser warnt in seinem Blog eindringlich davor, Müllsäcke ungeschützt im Garten liegen zu lassen. Stattdessen sollten stets verschließbare Mülltonnen genutzt werden, um den Tieren die Nahrungsgrundlage zu entziehen.
Wer im Garten isst, muss alle Reste sofort beseitigen. Auch die Futternäpfe von Haustieren sollten nach der Fütterung umgehend wieder ins Haus gebracht werden. Die regelmäßige Gartenpflege ist ebenso entscheidend: Fallobst muss aufgesammelt, wuchernde Pflanzen zurückgeschnitten und Unrat entfernt werden.
Garteninspektion: Spurensuche im Beet
Die Non-Profit-Organisation Denver Urban Gardens (DUG), die Gemeinschaftsgärten betreut, empfiehlt regelmäßige Kontrollen des Grundstücks. Besonders das Frühjahr, kurz vor der neuen Pflanzsaison, ist laut der Organisation der ideale Zeitpunkt für eine gründliche Inspektion.
Gartenbesitzer sollten die Grundstücksgrenzen gezielt auf Erdlöcher, Kotspuren, angefressene Pflanzen oder ausgetretene Pfade absuchen. Solche Inspektionen sollten ein- bis zweimal pro Woche wiederholt werden, um zu prüfen, ob die Nagetiere noch präsent sind oder ihre Routen geändert haben.
Natürliche Abwehr statt tödlicher Fallen
Wegen spielender Kinder oder Haustiere verzichten viele Haushalte bewusst auf Giftköder und klassische Schlagfallen. Eine tierfreundliche Alternative sind Lebendfallen. Diese werden mit süßen Ködern bestückt, um die Ratten unversehrt zu fangen und andernorts wieder auszusetzen.
Die Experten von DUG raten zudem zum Einsatz starker Gerüche als natürliches Abwehrmittel. Pflanzen wie Minze, Lavendel und Knoblauch am Rand des Gartens wirken auf Ratten extrem abstoßend. Um die Tiere unter Schuppen oder Holzstapeln zu vertreiben, können zudem mit Ammoniak getränkte Lappen ausgelegt werden.
Auch ätherisches Balsamtannenöl hat sich bei der Abwehr bewährt. Das Öl wird auf Sägemehl getropft und direkt an den Sammelplätzen der Ratten verteilt. Sobald die Tiere nach etwa einer Woche verschwunden sind, müssen alle Zugänge und Löcher in dem Bereich dauerhaft verschlossen werden.
