Auf Drogen mit 171 km/h durch den Gotthardtunnel: Deutscher festgenommen

Ein dunkler Autotunnel mit einer durchgezogenen doppelten Sicherheitslinie.

Gefährliche Raserfahrt durch den Gotthard

Die Kantonspolizei Tessin hat einen jungen Deutschen gestoppt, der mit extremer Geschwindigkeit durch den Gotthardtunnel gerast ist. Er passierte die Strecke zwischen Göschenen und Airolo mit durchschnittlich 171,8 km/h.

Das Limit in dieser wichtigen Verkehrsschlagader der Südschweiz liegt bei streng kontrollierten 80 km/h. Aufgrund der enormen Länge des Tunnels und des dichten, komplexen Verkehrs gelten hier besonders strikte Sicherheitsregeln.

21 illegale Überholmanöver in wenigen Minuten

Laut der Zeitung 20 Minuten durchquerte der Fahrer den 16,9 Kilometer langen Tunnel in weniger als sechs Minuten. Normalerweise dauert diese Fahrt bei Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit rund 13 Minuten.

Die Fahrbahnen sind im Tunnel durch eine doppelte Sicherheitslinie strikt getrennt, Überholen ist absolut verboten. Dennoch führte der junge Mann bei mehr als der doppelten Höchstgeschwindigkeit insgesamt 21 illegale Überholmanöver durch.

Die Polizei stufte das Verhalten als „extrem gefährlich“ ein. Bereits vor der Einfahrt in die Röhre war der Fahrer aufgefallen, als er ein anderes Fahrzeug verbotenerweise rechts überholte.

Positiver Drogentest und harte Konsequenzen

Direkt an der Tunnelausfahrt wurde der Raser von den Schweizer Beamten abgefangen. Ein sofort durchgeführter Drogentest fiel positiv aus.

Die Behörden reagierten drastisch und entzogen dem Mann das Fahrrecht in der Schweiz dauerhaft. Er musste zudem eine Kaution in Höhe von mehreren Tausend Schweizer Franken hinterlegen, bevor er wieder entlassen wurde.

Zusätzlich wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Fahrens und schwerer Geschwindigkeitsüberschreitung eingeleitet. Nach der im Jahr 2023 verschärften Schweizer Gesetzgebung könnte sein Fahrzeug in diesem schweren Fall nun dauerhaft beschlagnahmt werden.

Mögliche Strafen im internationalen Vergleich

Die spanische Ausgabe von 20 Minuten verglich den Vorfall mit der Gesetzgebung in Spanien. Dort würde eine Überschreitung des Limits um mehr als 80 km/h in Kombination mit Drogenkonsum direkt zu Haftstrafen von drei bis sechs Monaten führen.

Da das Verhalten des Deutschen das Leben Dritter massiv gefährdete, würde es juristisch als „offensichtlich rücksichtslose Fahrweise“ eingestuft werden. In einem solchen Extrem-Szenario drohen nach spanischem Recht zwischen dreieinhalb und fünf Jahren Gefängnis sowie ein zehnjähriges Fahrverbot.

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