Studie belegt: 94 Prozent der E-Auto-Fahrer wollen nie wieder einen Verbrenner

Ein Elektroauto wird an einer Ladestation aufgeladen

Elektroautos gewinnen in rasantem Tempo neue Anhänger. Allein in Spanien stiegen die Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2026 um 35,4 Prozent auf 71.000 Fahrzeuge.

Noch stärker wuchsen in diesem Zeitraum nur die Plug-in-Hybride mit einem Plus von 41,8 Prozent. Doch der wahre Erfolg der Elektromobilität misst sich nicht an Neukunden, sondern an der Treue der aktuellen Besitzer.

Eine aktuelle Studie des multinationalen Unternehmens CDK Global hat die Zufriedenheit von E-Auto-Fahrern analysiert und liefert klare Ergebnisse: Wer einmal gewechselt hat, bleibt dabei.

Die Treue zur Elektromobilität wächst rasant

Von den 552 befragten E-Auto-Fahrern gaben 94 Prozent an, dass sie nie wieder ein Auto mit Verbrennungsmotor kaufen würden. Lediglich ein Prozent wäre heute noch bereit, dauerhaft zu Benzin oder Diesel zurückzukehren.

Dieser Wert markiert eine drastische Trendwende. Noch im Jahr 2025 lag der Anteil der wechselwilligen Rückkehrer bei 21 Prozent.

Die allgemeine Zufriedenheit mit Elektrofahrzeugen erreicht ein Rekordniveau von 93 Prozent. Dementsprechend hoch ist die Weiterempfehlungsrate: 92 Prozent der Besitzer würden ihren Familien und Freunden den Kauf eines Stromers ans Herz legen.

Für 85 Prozent der Befragten ist das aktuelle Elektroauto das beste Fahrzeug, das sie je besessen haben. Weitere 79 Prozent loben es schlicht als das beste Auto, das sie je gefahren sind.

Fahrspaß und geringe Kosten überzeugen im Alltag

Den Ausschlag für diese Begeisterung geben harte Fakten. Die Fahrer schätzen vor allem die spürbaren finanziellen Einsparungen bei Betrieb und Wartung im Vergleich zu einem herkömmlichen Verbrenner.

Hinzu kommt das Fahrerlebnis. Ein geräuschloser Antrieb, die sanfte Beschleunigung und das sofort anliegende Drehmoment des Elektromotors überzeugen die Nutzer auf ganzer Linie.

Die Studie zeigt auch, dass die Zufriedenheit im Laufe der Zeit steigt. Besitzer, die ihr Fahrzeug schon länger nutzen, weisen eine noch höhere Markentreue auf als Neukunden.

Entsprechend deutlich sind die Zukunftspläne: 90 bis 92 Prozent der Befragten gaben an, dass auch ihr nächstes Fahrzeug wieder rein elektrisch angetrieben sein wird.

Reichweitenangst weicht dem Lade-Frust

Das Laden zu Hause bleibt die bevorzugte und wichtigste Energiequelle. Da die meisten Nutzer ihr Auto über Nacht in der eigenen Garage aufladen, sinkt die Abhängigkeit von öffentlichen Stromnetzen enorm.

Die berüchtigte „Reichweitenangst“ erweist sich meist als theoretisches Problem. Viele Fahrer bestätigen, dass die Sorge um einen leeren Akku vor dem Kauf weitaus größer war als im realen Alltag.

Auch auf langen Fahrten ist das Vertrauen hoch, insbesondere wenn ein Zugang zu Schnellladenetzwerken besteht.

Trotz der allgemeinen Euphorie gibt es jedoch pragmatische Ausnahmen. Rund 11 Prozent der E-Auto-Besitzer gaben an, zusätzlich einen Benziner als Zweitwagen halten zu wollen. Ein bemerkenswerter Sprung, denn 2025 lag dieser Wert laut CDK noch bei null Prozent.

Der größte Kritikpunkt am Elektro-Alltag bleibt allerdings bestehen. Die Befragten fordern weiterhin dringend Verbesserungen bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur – ganz oben auf der Mängelliste stehen die mangelnde Verfügbarkeit von Ladesäulen, unzuverlässige Technik und zu geringe Ladegeschwindigkeiten.

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